Bei der Badminton-Hessenmeisterschaft am vergangenen Wochenende in Neu-Isenburg schnitt der 1. BV Maintal so erfolgreich ab wie seit vielen Jahren nicht mehr: In allen fünf Disziplinen gehörten Maintaler Akteure zum Favoritenkreis und in drei Disziplinen reichte es am Ende tatsächlich zum Titelgewinn. Goldmedaillien sicherten sich Tessa Koschig und Maxi Stelzer im Damendoppel, Christopher Fix und Steffen Peterskovsky im Herrendoppel sowie Steffen Peterskovsky im Herreneinzel. Eine Silbermedaille erspielten sich zudem Tessa Koschig und Christopher Fix im Mixed. Bronzemedaillen gingen jeweils an Maxi Stelzer und Tessa Koschig im Dameneinzel sowie an Fabian Fritz und Matthias Fix im Herrendoppel.

 

Damendoppel

An Position Zwei gesetzt hatte die Maintaler Top-Paarung aus Tessa Koschig und Maxi Stelzer keine Probleme, sich ins Finale vorzuspielen. Im Halbfinale schlugen die beiden Maintalerinnen die an Position Drei gesetzte Dieburger Paarung Beck/Ludwig locker mit 21:13 und 21:17. Im Finale wartete dann allerdings mit den beiden Topgesetzten Theresa Wurm (Nr. 9 Deutsche Rangliste Damendoppel) und Anna Dollak ein anderes Kaliber. Koschig/Stelzer begannen sehr angriffsstark und sicherten sich den ersten Durchgang mit 21:19. Im zweiten Satz konnten sie die starke Abwehr von Wurm/Dollak jedoch immer selterner durchbrechen und wurden oft ausgekontert. Folgerichtig ging der zweite Satz mit 14:21 klar an Wurm/Dollak und auch im dritten Satz schienen die Maintalerinnen kein Mittel gegen Wurm/Dollak zu finden. Beim Stande von 10:16 und 13:18 glaubte kaum jemand mehr an die Kehrtwende. Doch Koschig/Stelzer behielten die Nerven und kämpften sich Punkt für Punkt zurück in die Partie. Nach zwei abgewehrten Matchbällen nutzen sie ihrerseits den ersten Matchball, um den Hessenmeistertitel mit 22:20 doch noch nach Maintal zu holen.

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Sicherten sich durch eine nervenstarke Aufholjagd den Hessenmeistertitel im Damendoppel: Maxi Stelzer (links) und Tessa Koschig.

 

Herrendoppel

Im Herrendoppel hatte Maintal gleich zwei heiße Eisen im Feuer. An Position Vier gesetzt erwischten Fabian Fritz und Matthias Fix einen guten Tag. Sie spielten sich mit mehreren Dreisatzpartien setzplatzgerecht bis ins Halbfinale vor. Erst dort wurden sie von der topgesetzten Bundesliga-Paarung aus Peter Lang und Thomas Legleitner (beide Nr. 7 Deutsche Rangliste Herrendoppel) deutlich gestoppt. Fritz/Fix erreichten damit den dritten Platz.

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Auf der anderen Seite des Tableaus, an Position Zwei gesetzt, spielten sich Christopher Fix und Steffen Peterskovsky mühelos bis ins Halbfinale vor. Dort gewannen sie gegen die beiden Routiniers Robert Georg und Daniel Schmidt mit 21:8 und 21:18. Im anschließenden Finale gegen Lang/Legleitner wurde das Spieltempo noch einmal deutlich erhöht. Insbesondere im Drive-Bereich bewiesen Lang/Legneitner ein ums andere Mal ihre Gefährlichkeit. In beiden hart umkämpften Sätzen fanden jedoch die Maintaler Fix/Peterskovsky jeweils das bessere Ende für sich und gewannen mit 21:18 und 21:18 erneut den Hessenmeistertitel im Herrendoppel.

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Dameneinzel

Auch im Dameneinzel stellte Maintal mit Maxi Stelzer und Tessa Koschig zwei aussichtsreiche Kandidatinnen. Koschig spielte sich mit Siegen über Hechler und Liu schnell ins Halbfinale vor, unterlag hier jedoch ebenso schnell der topgesetzten Favoritin und späteren Siegerin Theresa Wurm (Nr. 11 Deutsche Rangliste Dameneinzel). In der unteren Tableauhälfte traf Maxi Stelzer im Halbfinale erwartungsgemäß auf die zweitgesetzte Juliane Peters. Nach gewonnenem ersten Satz verlor Stelzer am Ende des zweiten Satzes jedoch etwas den Faden und musste die Kontrahentin schließlich mit 21:16, 18:21 und 12:21 ins Finale ziehen lassen. So fand das Finale im Dameneinzel zwar ohne Maintaler Beteiligung statt, dafür gewannen aber sowohl Koschig als auch Stelzer jeweils eine Bronzemedaille.

 

Herreneinzel

Das Herreneinzelfeld präsentierte sich in diesem Jahr so stark wie lange nicht. Viele talentierte junge Spieler drängten nun erstmals aus den Jugendklassen in das offene Feld. So erreichten von allen Maintaler Startern lediglich drei Spieler die dritte Runde. Dort musste sich Mirco Parschau dem Routinier Robert Georg mit 17:21 und 19:21 geschlagen geben, während weiter oben im Tableau Steffen Peterskovsky seinen Maintaler Vereinskollegen Emil Ghazarian niederrang. Parschau verpasste daraufhin leider die Qualifikation für die südwestdeutschen Meisterschaften, während sich Ghazarian sich durch seinen respektablen siebten Platz für das Folgeturnier qualifizieren konnte.

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Im Hauptfeld traf Steffen Peterskovsky nach dem laufintensiven Spiel gegen seinen Mannschaftskollegen nun im Viertelfinale auf den Dortelweiler Einzelspezialisten Sandro Kulla. Nach zwei weiteren intensiven und durchweg ausgeglichenen Sätzen gewann Peterskovsky am Ende jedoch auch hier die Oberhand und setzte sich noch deutlich mit 23:21, 22:24 und 21:8 durch. Im darauffolgenden Halbfinale gegen Thomas Legleitner wurde dann die Kondition beider Akteure auf Herz und Nieren geprüft. Peterskovsky und Legleitner, beide gezeichnet von den vorherigen Spielen, schenken sich nichts lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Mit letzter Kraft fand der Maintaler Peterskovsky einmal mehr mit 21:15, 12:21 und 21:17 das bessere Ende für sich. Erst am darauffolgenden Tag wurde das Finale gegen Peter Lang (Nr. 24 Deutsche Rangliste Herreneinzel) ausgetragen. Bis dahin hatte sich der Maintaler etwas regeneriert und konnte nun wieder sein gewohntes kontrolliertes Angriffsspiel aufziehen. Gegen diese kontrollierte Offensive fand Lang an diesem Tag keine Mittel, sodass sich Peterskovsky deutlich mit 21:17 und 21:13 den Hessenmeistertitel im Herreneinzel erspielen konnte.

 

Mixed

Das Maintaler Top-Mixed aus Tessa Koschig und Christopher Fix spielte sich dagegen mühelos durch das Tableau. Im Halbfinale dominierten sie die Anspacher Paarung aus Anna-Lena Riepl und Ingo Waltermann nach Belieben (21:10, 21:8). Erst im Finale wurden die beiden Maintaler von einer Schwächephase erwischt. Gegen Lang/Wurm zeigten sie beim Aufschlag und im Übergangsbereich leichte Konzentrationsschwächen, die sofort bestraft wurden. So endete das Spiel mit 17:21 und 12:21 etwas zu deutlich zu Gunsten von Lang/Wurm. Koschig/Fix, die beiden amtierenden südwestdeutschen Meister, mussten sich bei den Hessenmeisterschaften erneut mit der Silbermedaille begnügen.

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Als zweite Maintaler Mixed-Paarung versuchten sich Maxi Stelzer und Matthias Fix erstmals zusammen auf Hessischer Ebene. Gleich zu Turnierbeginn setzten sie sich stark gegen die Anspacher Paarung Hay/Riepl durch und konnten erst von Lang/Wurm im Viertelfinale geschlagen werden. Im Anschluss daran erreichten sie Platz Sieben und damit die Qualifikation für die südwestdeutschen Meisterschaften.

 

Südwestdeutsche Meisterschaften

Insgesamt sieben Spielerinnen und Spielern werden den 1. BV Maintal bei den Südwestdeutschen Meisterschaften am 10./11. Januar 2015 vertreten. Dieses Turnier ist gleichzeitig die letzte Qualifikationsrunde für die Deutschen Meisterschaften im Februar 2015 in Bielefeld. Passend zur großen Maintaler Teilnehmerzahl ist Maintal dieses Mal Ausrichter der Südwestdeutschen Meisterschaften; das Turnier wird komplett in der heimischen Maintalhalle durchgeführt. Dementsprechend darf sich Maintal berechtigte Hoffnungen machen, einen großen Spielerpool auf die Deutschen Meisterschaften zu entsenden.