Christopher Fix und Steffen Peterskovsky bezwangen dazu im Finale die favorisierte Paarung bestehend aus Peter Lang und Thomas Legleitner (SV Fun-Ball Dortelweil). Fast wäre Christopher Fix sogar das "Double" geglückt. An der Seite von Tessa Koschig verlor er das Mixed-Finale gegen die Topgesetzten Daniel Schmidt und Sandra Emrich (TV Wehen) nur hauchdünn in der Verlängerung des dritten Satzes. Tessa Koschig konnte sich im Damendoppel an der Seite von Juliane Peters (SG Anspach) eine weitere Silbermedaille erspielen. Steffen Peterskovsky komplettiert den Maintaler Medaillenspiegel mit seinem dritten Platz im Herreneinzel.

Die diesjährigen Hessenmeisterschaften, ausgetragen im zentral gelegenen Frankfurt am Main, lockten so viele hochkarätige SpielerInnen an wie selten zuvor. Unter den insgesamt 121 TeilnehmerInnen fanden sich etliche Bundesliga- und Regionalligaakteure sowie ein großer Teil des Hessischen Jugendkaders. Umso erfreulicher ist es, dass sich die acht Maintaler TeilnehmerInnen in diesem starken Teilnehmerfeld erfolgreich behaupten konnten. Insgesamt erspielten sie sich vier Podestplatzierungen, darunter einen Meistertitel.

2013 chris steffen hm


Einzel

Im Herreneinzel versuchte Steffen Peterskovsky, seinen Titel zu verteidigen. Als Topgesetzter erwischte er jedoch keine leichte Auslosung. Insbesondere im Viertelfinale gegen Thomas Legleitner (SV Fun-Ball Dortelweil) musste er sich ordentlich strecken. Legleitner begann sehr aggressiv und sicherte sich den ersten Satz mit 15:21. Steffen musste in der Abwehr viel arbeiten, bevor er allmählich Mittel gegen das druckvolle Spiel des Dortelweilers fand. Mit 21:19 ging die Partie in den Entscheidungssatz. Hier hatte der Maintaler die Nase zunächst knapp vorn. Am Ende gelang Legleitner allerdings noch einmal eine beeindruckende Aufholjagd, bevor Steffen das Spiel mit 21:17 für sich entscheiden konnte. Im Halbfinale wartete der Favorit Peter Lang auf den Maintaler. Im ersten Satz musste sich Steffen erst einmal an das ungewöhnlich hohe Spieltempo Langs gewöhnen (10:21), bevor er im zweiten Satz ein gutes Rezept gegen den Linkshänder aus Dortelweil finden konnte. Nach 21:13 war die Partie wieder völlig offen. Doch leider mussten Steffens Beine dem hohen Spieltempo Tribut zollen und machten im dritten Satz "komplett dicht". Lang erhöhte daraufhin abermals das Tempo. Bei aussichtslosem Rückstand musste Steffen im dritten Satz schließlich mir Krämpfen in den Oberschenkeln aufgegeben. Lang setzte sich im anschließenden Finale noch mühelos gegen Überraschungsfinalist Sven-Eric Prey (TuS Schwanheim) durch. Steffen musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

Neben Steffen konnte sich mit Mirco Parschau ein weiterer Maintaler im Einzel für die südwestdeutschen Meisterschaften qualifizieren. Mirco traf in der dritten Runde auf seinen Dauerrivalen Jens Kamburg (TV Wehen). Nach dominantem ersten Satz für Mirco (21:11) verlief der zweite Satz ausgeglichen. Beim Stand von 17:17 verlor Mirco nach einer strittigen Schiedsrichterentscheidung seinen Fokus jedoch völlig und unterlag danach deutlich mit 17:21 und 10:21. Trotzdem setzte er sich in den darauffolgenden Qualifikationsspielen wieder überzeugend gegen nicht zu unterschätzende Gegner durch. Er bezwang unter anderem Nachwuchstalent Johannes Grieser (TV Bensheim) mit 6:21 / 21:14 / 21:14 sowie Dominik Proschmann (BV Friedrichsdorf) mit 21:9 / 21:18.

Die weiteren Maintaler Starter im Herreneinzel schafften die Qualifikation für die südwestdeutschen Meisterschaften leider nicht. Matthias Fix unterlag in der dritten Runde Johannes Tauber (TV Wehen) mit 15:21 / 21:13 / 14:21 und hatte im Anschluss gegen Jonas Hechler (TV Dieburg) das Nachsehen (20:22, 7:21). Fabian Fritz verlor in der zweiten Runde gegen Ingo Waltermann (SG Anspach) mit 17:21 / 17:21 und scheiterte in der anschließenden Qualifikation am Anspacher Bundesligaspieler Sebastian Ames. Martin Lonsky verlor in der ersten Runde knapp mit 19:21 / 21:11 / 21:17 gegen Sebastian Grieser (TV Bensheim).

Bei den Damen konnte sich Tessa Koschig für die südwestdeutschen Meisterschaften qualifizieren. An Position Vier gesetzt spielte sie sich solide bis ins Viertelfinale vor. Hier kam es zum Duell mit ihrer Doppelpartnerin Juliane Peters (SG Anspach). Tessa brillierte vor allem mit ihren druckvollen Schlägen, während Peters vor allem ihre Schnelligkeit auf dem Spielfeld ausnutzte. In dieser zunächst sehr ausgelichenen Partie entschied am Ende die physische Stärke von Peters das Spiel; Tessa musste sich mit 20:22 / 22:20 / 12:21 geschlagen geben. Im Anschluss siegte Tessa noch klar mit 21:13 und 21:15 über Bettina Schmitt (TV Soden-Stolzenberg) und sicherte sich damit ihr Einzelticket für die südwestdeutschen Meisterschaften. Die zweite Maintaler Starterin Marie-Christine Sauer spielte bereits in der ersten Runde gegen Bettina Schmitt und musste trotz großer Gegenwehr im ersten Satz mit 19:21 und 9:21 die Segen streichen.


Doppel

Im Herrendoppel hatte Maintal hatte Maintal traditionell wieder mehrere aussichtsreiche Paarungen am Start. Insbesondere Christopher Fix und Steffen Peterskovsky, die Hessenmeister von 2011 und amtierenden Vizemeister, wollten sich dieses Jahr den Titel zurückerobern. An Position Eins gesetzt spielten sie sich mühelos ins Halbfinale vor. Hier trafen sie auf die Brüder Christopher und Sebastian Ames, die momentan für die SG Anspach in der zweiten Bundesliga aufschlagen. Gegen die konterstarken Anspacher behielten Christopher und Steffen an diesem Tag jedoch relativ deutlich die Oberhand im Spiel und setzten sich mit 21:17 und 21:17 ins Finale durch. Dort warteten mit Peter Lang und Thomas Legleitner bereits die Titel-Favoriten auf die Maintaler Formation. Lang/Legleitner spielen momenten für den SV Fun-Ball Dortelweil in der 1. Bundesliga und konnten das letzte Deutsche Ranglistenturnier (Cuxhaven) im Doppel für sich entscheiden. Trotz der guten Form der beiden Dortelweiler konnten Christopher und Steffen das Spiel von Anfang an offen gestalten. Im ersten Satz noch knapp unterlegen (18:21), kamen Christopher und Steffen im zweiten Satz besser ins Spiel (21:17). Insbesondere in den so wichtigen Aufschlag- und Aufschlagannahmesituationen sowie im flachen Midcourt-Bereich bekamen die Maintaler nach und nach Überwasser und so setzten sich Christopher und Steffen am Ende mit 21:13 verdient durch.

Die zweite Maintaler Paarung, der die Qualifikation für die südwestdeutschen Meisterschaften gelang, bestand aus Matthias Fix und Fabian Fritz. Dazu besiegten sie in der ersten Runde zunächst ihren Vereinskameraden Martin Lonsky (zusammen mit Nils Faltermeier, SV Ramschied). Im Anschluss wiesen sie das Oberliga-Topdoppel Thomas Kaltenmeier und Kai Karnstedt (TV Dieburg) in die Schranken (21:19, 21:13), bevor sie im Viertelfinale gegen die Brüder Ames knapp den Kürzeren zogen. Der erste Satz gegen Ames/Ames verlief noch ausgeglichen. Mit konzentrierten Aufschlägen und hartem Angriffsspiel erspielten sich Matthias und Fabian sogar zwei Satzbälle, die jedoch ungenutzt blieben (22:24). Im dritten Satz wurde das Abwehrspiel von Ames/Ames dann zu solide und der Satz ging mit 11:21 deutlicher aus. Die anschließende Aufgabe durch Sven Kamburg und Tim Freymark (TuS Schwanheim) sicherte Matthias und Fabian die SWD-Qualifikation.

Dagegen verpasste Mirco Parschau an der Seite von Jonas Hechler (TV Dieburg) die Qualifikation knapp. Die beiden trafen schon früh auf Lang/Legleitner und verloren das entscheidende Qualifikationsspiel gegen Jan Lennard Hay und Ingo Waltermann (SG Anspach) mit 21:11, 10:21 und 17:21.

Im Damendoppel hielt Tessa Koschig die Maintaler Farben hoch. Zusammen mit Juliane Peters (SG Anspach) fand sie sich topgesetzt im Tableau wieder. Diesen Setzplatz konnten die beiden mit Siegen über Simone Lauber und Marileen Schmidt (BLZ Mittelhessen) mit 21:14 / 21:15 sowie Anna-Lena Riepl (SG Anspach) und Nina Ludwig (TV Dieburg) mit 21:14 und 21:12 auch klar behaupten. Im Finale wartete mit Theresa Wurm (SG Anspach) und Anna Dollak (TV Wehen) jedoch eine unangenehme Paarung. Leider verpassten Tessa und Juliane in beiden Sätzen jeweils den Start. Nach einigen leichten Fehlern liefen sie von Beginn an einem Rückstand hinterher, den sie nicht wieder aufholen konnten. So endete die Partie mit 17:21 und 16:21 scheinbar klar für Wurm/Dollak, auch wenn das Spiel über weite Strecken vollkommen ausgeglichen verlief.

Im abschließenden Mixed war mit Tessa Koschig und Christopher Fix lediglich eine Maintaler Paarung vertreten - allerdings auch eine sehr aussichtsreiche. Die Sieger von 2010 wurden an Position Zwei ins Tableau gesetzt und konnten ihren Setzplatz solide behaupten. Lediglich gegen das taktisch clevere Spiel von Franklin Wahab und Theresa Wurm (SG Anspach) im Viertelfinale mussten Tessa und Christopher über die volle Distanz gehen. Wahab/Wurm umgingen den Midcourt-Bereich, in dem Tessa und Christopher sich wohlfühlen, weitgehend und arbeiteten stattdessen viel mit langsamen Clears und Drops. So konnten die das Maintaler Angriffsspiel einige Male auskontern, bevor sich Christopher und Tessa darauf einstellen und die Partie noch mit 21:15 / 19:21 und 21:16 gewinnen konnten. Im Finale trafen Christopher und Tessa auf die topgesetzten Wehener Daniel Schmidt und Sandra Emrich. Während Christopher und Tessa im ersten Satz noch einige unnötige Fehler unterliefen (14:21), wurden sie im zweiten Satz konstanten und die Wehener blieben etwas unter ihren Möglichkeiten (21:11). Im dritten Satz entwickelte sich dann eine hochkarätige Partie auf Augenhöhe. Beim Stande von 15:15 konnten sich Tessa und Christopher nach zwei tollen Ballwechseln mit 17:15 in Führung bringen. Doch Schmidt/Emrich meldeten sich prompt zurück und erspielten sich zum 18:20 ihre ersten beiden Matchbälle. Diese konnten Chris und Tessa noch konzentriert abwehren. Am Ende setzten sich dennoch Schmidt/Emrich hauchdünn mit 21:23 durch.

Unterm Strich blickt der 1. BV Maintal auf erfolgreiche Hessenmeisterschaften zurück. Im starken Teilnehmerfeld konnten sich die Maintaler Akteure gut verkaufen. Mit einem Titel und drei weiteren Podestplatzierungen im Gepäck wird es im Januar darum gehen, bei den südwestdeutschen Meisterschaften in Gera (Thüringen) ein Ticket für die Deutschen Meisterschaften zu lösen.