Am vergangenen Wochenende trafen sich die Jahrgänge 2005 und jünger zum DBV U11-Mastersturnier in Goldbach. Die meisten Teilnehmer stellte Bayern, aber auch aus Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Hessen waren junge Talente angereist. Der Maintaler Simon Krax dominierte seine Gruppenspiele allesamt. Besonders beeindruckend war sein 15:1, 15:5 gegen einen der Top-Spieler aus Bayern Shaunak. Mit diesem Sieg hatte er für großen Respekt bei der Konkurrenz gesorgt.

Souverän bestritt Simon das Viertelfinale gegen Grenzheuser (Baden-Württemberg) und auch das Halbfinale gegen Czerny – immerhin der Sieger des Master-Turniers in Mössingen und zog ohne Satzverlust ins Finale ein. Dort kam es folgerichtig zum Aufeinandertreffen mit dem Unterliederbacher Suryadevara, der auf der anderen Seite des Tableaus in ebenso souveräner Manier durchmarschiert war. Es entwickelte sich ein hochklassiges und am Ende dramatisches Finale zwischen den beiden Talent-Team-Deutschland-Spielern, die sich trotz der Hitze nichts schenkten. Von der Tribüne klatschten die anderen Spieler und Trainer angesichts der vielen langen Ballwechsel oft Beifall. Im ersten Satz erwischte Suryadevara den besseren Start und führte bereits mit 18:12, doch Simon kam zurück und konterte bis zum 19:18. Dann jedoch machte Suryadevara doch noch die entscheidenden Punkte. Den zweiten Durchgang dominierte Simon von Anfang bis Ende und gewann deutlich mit 21:12. Mit genauso viel Feuer begann er auch den Entscheidungsdurchgang, führte beim Wechsel mit 11:7 und dann noch mit 15:11. Doch Suryadevara blieb dran und ging sogar mit 17:15 in Führung. Aber Simon wollte den Sieg unbedingt und kämpfte weiter. Beim 20:18 hatte er zwei Matchbälle, die sein Gegner jedoch abwehren konnte. Er selbst wehrte beim 20:21 ebenfalls einen Matchball ab, doch den zweiten nutzte Suryadevara zum glücklichen 23:21. Simon war maßlos enttäuscht, obwohl er ein tolles Match abgeliefert hatte.

Am nächsten Tag spielte der Maintaler dann mit Suryadevara zusammen Doppel. Natürlich war das hessische Doppel klarer Favorit. Und dies konnten die beiden bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier auch bestätigen. Wenngleich es an mancher Stelle noch Abstimmungsprobleme in der Rechtshänder/Linkshänder-Kombination gab, siegte das Duo souverän. Selbst im Finale ließen sie den beiden Halbfinalisten vom Vortag, Degenkolb/Czerny, beim 21:7/21:12 nicht den Hauch einer Chance.